Folge 93: Wie unsere neue Arbeitswelt menschlicher wird – mit David Bausch
In dieser Folge von Freiraum für Führungskräfte spreche ich mit David Bausch über sein neues Buch „Das Ende der Arbeitswelt, wie wir sie kannten“.
David beschreibt darin eine Arbeitswelt an einem Wendepunkt. In Zeiten von Polykrisen, KI, Automatisierung und wachsender Erschöpfung verändern sich Arbeit, Führung und Zusammenarbeit fundamental. Sein zentrales Plädoyer: Gerade weil unsere Welt immer digitaler wird, braucht es mehr Menschlichkeit, mehr Reflexion und mehr bewusste Führung.
Im Mittelpunkt seines Buches stehen die „Big Five of Human Work“:
- Moderne Führung
- Mentale Gesundheit
- Vielfalt & Inklusion
- Lernen & Entwicklung
- Organisationskultur
Dabei geht es David nicht um einzelne HR-Initiativen oder neue Buzzwords, sondern um die Haltung hinter diesen Themen. Immer wieder betont er: „Haltung ist der zentrale Schlüssel für unsere neue Arbeitswelt.“
In unserem Gespräch sprechen wir unter anderem darüber,
- warum moderne Führung immer mit Selbstführung beginnt
- weshalb psychologische Sicherheit zur Grundlage wirksamer Zusammenarbeit wird
- warum mentale Gesundheit längst ein unternehmerisches Thema ist
- weshalb Vielfalt im Kopf beginnt und Inklusion im täglichen Miteinander sichtbar wird
- warum kritisches Denken, Ambiguitätstoleranz und bewusste Reflexion zu den wichtigsten Future Skills gehören
- und weshalb Organisationskultur niemals auf PowerPoint-Folien entsteht, sondern in dem, was Menschen täglich erleben
- Besonders spannend fand ich Davids Gedanken zur Kulturarbeit in Organisationen. Veränderung beginnt für ihn nicht mit Leitbildern oder Plakaten, sondern mit ehrlicher Selbstreflexion — insbesondere in Führung. Oder wie er es formuliert: Kultur ist gelebte Realität und ein Spiegel menschlichen Verhaltens.
Mich hat sowohl das Buch als auch unser Gespräch beeindruckt, weil David komplexe Themen mit großer Klarheit, Tiefe und Menschlichkeit verbindet. Viele Passagen fühlten sich weniger wie Managementliteratur an und eher wie eine Einladung zur ehrlichen Auseinandersetzung mit uns selbst und unserer Art zu führen

