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Selbstführung durch Entschleunigung

Folge 19: Selbstführung durch Entschleunigung – Interview mit Patricia Thielemann

Patricia Thielemann ist Unternehmerin, Autorin und Yoga Lehrerin. 

Die 1967 geborene Hamburgerin gründete 2004 „Spirit Yoga“ und eröffnete ihr erstes eigenes Yogastudio in Berlin am Hackeschen Markt. 

Vorher arbeitete sie in den USA als Schauspielerin und entdeckte dort Yoga für sich. 

Heute gehört Spirit Yoga zu den größten Yogaschulen Europas. Seit mehr als 16 Jahren prägt Patricia Thielemann mit ihrem aufgeklärten Yogastil entscheidend die Identität vom modernen Yoga im deutschsprachigen Raum. 

Nein, es geht in diesem Interview nicht nur um Yoga. Es geht um so spannende Themen wie Selbstführung und Entschleunigung. Um die Frage, wie es gelingen kann, einen Gegenpol zu setzen, gegen das Nur-noch-Funktionieren im Alltag. 

Patricia steht als Unternehmerin mit Verantwortung für mehrere Studios und Mitarbeiter mit beiden Beinen im Leben. Sie jongliert täglich die unterschiedlichsten Anforderungen, als Yoga Lehrerin, Ausbilderin, Unternehmerin und Mutter. 

Wie auch Fitnessstudios und andere Einrichtungen müssen die Yogastudios während des Lock-downs geschlossen bleiben. Die Umstellung von „live“ vor Ort auf online Yoga war zunächst auch für Patricia und Spirit Yoga eine große Herausforderung. Patricia erzählt uns, wie sie die letzten Monate erlebt hat. 

Wir sprechen über das Stichwort Entschleunigung. Das Wort ist oft weltfremd besetzt. Vielleicht schlagen daher bei vielen Managern die „Eso-Alarmglocken“ an, wenn sie den Begriff hören.

Patricias Anspruch ist es, das Thema Entschleunigung anpackender, moderner zu vermitteln. Aufzuzeigen, dass Yoga als Baustein zur Selbstführung dienen kann. 

Gerade in der sogenannten Lebensmitte, in der für die meisten von uns das Maß an Verantwortung exponentiell steigt, die Lebensenergie aber langsam abnimmt, zu erkennen, wie man die Vitalität erhalten kann. 

Patricia betont, wie wichtig es ist, „sich den Kämpfen des Alltags zu stellen“ und gleichermaßen Wege zu finden –  z.B. durch Yoga –  einen Gegenpol zu setzen. 

Yoga gewissermaßen als „Widerstandsakt“: Um draußen im Alltag zu bestehen, nehme ich mir die Zeit für mich. Um viel zu wuppen, braucht es auch ein Auffüllen der Ressourcen. 

In ihrem Buch „Spirit Yoga – Aufrecht, stark und klar im Leben“ schreibt Patricia Thielemann
„Wenn wir uns einbringen, mutig durch das Leben gehen, uns berühren lassen, ein starkes Rückgrat haben, wenn wir fallen,  wieder aufstehen, wenn wir vom Wege abkommen und die Spur wieder aufnehmen, dann ist das in meinen Augen ein gutes Leben.“

In ihrem Buch spricht Patricia von einer Haltung, einem „guten, wachen Kämpfergeist, der sich nicht annullieren lässt, auch wenn es Kritik gibt.“

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