Dankbarkeit

Superpower Dankbarkeit

Folge 16: Superpower Dankbarkeit – das Jahr 2020 verabschieden

Meine Lieblings-Sonnenbrille ist eine Sportbrille. Ich habe sie beim Skifahren auf – und ich liebe sie, weil sie so einen super Mokkaton hat. Wenn ich die aufsetze, sieht meine Welt tatsächlich gleich anders aus. Heller. Weicher. Freundlicher.

Aber das Beste ist: Das Ganze funktioniert sogar ohne Sonnenbrille 🙂

Du kannst allein durch deine Gedanken beeinflussen, wie du die Welt siehst.

„Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken“ – ein bekanntes Zitat, das Marc Aurel zugeschrieben wird.

Tatsächlich schauen wir alle ja durch unseren ganz eigenen Wahrnehmungsfilter auf die Welt. Und je nachdem, was wir denken, wie wir denken, wirkt sich das auf unsere Stimmung aus.

Meine persönliche Superpower dafür ist die Dankbarkeit.

Nicht diese brave, frömmelnde Dankbarkeit, die man aus Kindheitstagen kennt. (Wenn man von der Tante etwas zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte, haben einen die Eltern ja gleich tags darauf ermahnt, dass man ihr einen Brief schreiben und sich bedanken solle.)

Diese formale Dankbarkeit meine ich nicht.

Ich meine das tiefe Gefühl der Dankbarkeit.

Studien in der Positiven Psychologie haben gezeigt, dass es sich messbar auf die Gedanken und die Wahrnehmung auswirkt, wenn man abends nochmal Revue passieren lässt, wofür man an dem Tag dankbar ist.

Wenn du ganz bewusst auf das Gute schaust, das da stattgefunden hat.

Für mich hat Dankbarkeit fast schon etwas Therapeutisches.

Ich habe angefangen, mich immer wieder mal zu fragen, was in meinem Leben gut ist und wofür ich dankbar bin, nachdem ich vor fast zehn Jahren in einen Burnout geschlittert bin.
Und diese Gewohnheit hat mir massiv geholfen, als das Leben mir Jahre später einen Schlaganfall „übergeholfen“ hat.

Mir, die ich nicht rauche, wenig trinke, immer schlank und sportlich war!

Tatsächlich war ich erstmal ganz schön verzweifelt, als ich da im Krankenhaus lag. Wieso passiert mir das, habe ich mich gefragt?

Dass ich in dieser Verzweiflung nicht hängengeblieben bin und ziemlich schnell „die Kurve bekommen“ habe, verbinde ich sehr stark mit dem Gefühl der Dankbarkeit.

Am fünften Tag nach meinem Schlaganfall habe ich, noch aus dem Krankenhaus, ganz viele Sprachnachrichten verschickt. Nachrichten an Menschen, die mir wichtig waren. Wichtig sind. Die mir etwas bedeuten. Für die ich dankbar bin.

Ich habe mir bewusst gemacht, was ich alles habe, in meinem Leben. Was für tolle, wunderbare Menschen in meinem Leben sind.

Das hat gewirkt wie ein Medikament. Wie ein Aufputschmittel (ohne Nebenwirkungen und ohne Kater am Tag danach).

Es war anhaltend. Nachhaltig.

Meine Erfahrung ist, dass wir unsere Seele positiv einfärben können, indem wir uns immer wieder bewusst machen, wofür wir dankbar sind.

Indem wir würdigen, was schon da ist, können wir Hoffnung schöpfen für das, was vor uns liegt – und zuversichtlicher in die Zukunft schauen.

In dieser Podcastfolge lade ich dich ein, dein vergangenes Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Und deine Aufmerksamkeit darauf zu richten, was es Gutes gab.

Lass dich ab Minute 13’35’’ von mir führen.
Und wiederhole die Reflexion, wann immer dir danach ist.

Los geht’s.

 

Setz dich bequem hin, schließe die Augen. Richte dich aus dem Rücken auf. Zieh deine Schulterblätter von den Ohren weg, nach unten.

Nimm einige tiefe Atemzüge… und denke nochmal über das Jahr 2020 nach.

Was war im abgelaufenen, vergangenen Jahr gut für dich?
Welche Wörter beschreiben dein Jahr 2020 besonders gut?

Was waren deine Herausforderungen in diesem Jahr?
Was war besonders fordernd, anstrengend, was hat dich vielleicht traurig gemacht?

Was waren schöne Momente, schöne Erlebnisse?
Welches Bild kommt dir dazu in den Sinn?

Wofür bist du von Herzen dankbar in diesem vergangenen Jahr?
Was war – trotz allem – gut?

Wofür empfindest du Dankbarkeit?

Vielleicht hast du etwas gelernt? Durftest neue Erlebnisse erfahren, bist bestimmten Menschen begegnet?

Worauf bist du stolz? Was ist dir gelungen, in diesem Jahr?

Schau auch auf das, was du ganz bewusst, zum Ende des Jahres, loslassen möchtest. Was dir nicht mehr dient. Was bremst dich aus? Woran hältst du fest?

Welchen Nutzen hat es gehabt, daran festzuhalten – und was passiert, wenn du es nun veränderst? Wenn du diese alte Gewohnheit loslässt, gehen lässt? Was geschieht dann?

Was nimmst du mit ins neue Jahr? Welche guten Erfahrungen, Erfolge nimmst du mit rüber? Was darf mit?

Ich wünsche dir, dass ein helles, freundliches und leichtes Jahr vor dir liegt.

Cheers!

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